Definition

Der Beleihungswert ist der Wert, den die Bank einer Immobilie langfristig beimisst — als Grundlage fuer die Kreditzusage. Er liegt typisch 10-15 Prozent unter dem Verkehrswert, um kuenftige Wertschwankungen abzufedern. Rechtsgrundlage: Beleihungswertermittlungsverordnung (BelWertV). Der Beleihungsauslauf (Kredit zu Beleihungswert) bestimmt den Zinssatz.

Wichtige Fakten

Praxisbeispiel

Eine Wohnung in Frankfurt kostet 500.000 Euro (Verkehrswert). Bank setzt Beleihungswert auf 440.000 Euro (88 Prozent). Kaeufer nimmt Kredit ueber 350.000 Euro auf = 80 Prozent Beleihungsauslauf. Das ergibt einen Zinssatz von ca. 3,7 Prozent (aktuelle Konditionen). Bei nur 264.000 Euro Kredit (60 Prozent) waeren es 3,4 Prozent — Ersparnis: 900 Euro jaehrlich.

Häufige Fragen

Nein. Der Beleihungswert ist typisch 10-15 Prozent niedriger als der Kaufpreis, da Banken einen Sicherheitsabschlag vornehmen. Bei hohen Marktpreisen kann die Differenz groesser sein.
Die finanzierende Bank — meist durch interne Gutachter oder externe Sachverstaendige. Bei Darlehen ueber 400.000 Euro ist meist ein externes Gutachten noetig (Pfandbriefgesetz).
Je niedriger der Beleihungsauslauf (Kredit zu Beleihungswert), desto besser die Konditionen. Unter 60 Prozent gibt es die besten Zinsen — viele Kaeufer bringen deshalb mehr Eigenkapital ein.

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Christian Karsunke
Christian Karsunke
Geschäftsführer · Panthera Immobilien
Berät seit über 150 erfolgreichen Vermittlungen Eigentümer und Käufer im Frankfurter Immobilienmarkt.