Was ist der Mietspiegel Frankfurt — und wofür brauchen Sie ihn?

Der MietspiegelÜbersicht der ortsüblichen Vergleichsmieten, erstellt von der Stadt gemeinsam mit Mieter- und Vermieterverbänden. ist das zentrale Instrument zur Bestimmung der zulässigen Miethöhe in Frankfurt am Main. Ob Sie als Mieter eine Mieterhöhung erhalten haben oder als Vermieter die Miete anpassen möchten – der Mietspiegel liefert die Grundlage. Er zeigt die ortsübliche VergleichsmieteDurchschnittliche Miete für vergleichbare Wohnungen in einer Gemeinde der letzten sechs Jahre (§ 558 BGB). für unterschiedliche Wohnungstypen, Baujahre und Lagen.

Qualifizierter vs. einfacher Mietspiegel

Frankfurt verfügt über einen qualifizierten Mietspiegel – das bedeutet höhere Rechtssicherheit für beide Seiten.

Wofür wird der Mietspiegel genutzt? Er ist die Bezugsgröße für Mieterhöhungen (§ 558 BGB), die Mietpreisbremse bei Neuvermietung (§ 556d BGB) und Wirtschaftlichkeitsberechnungen von Kapitalanlegern. → Alle Ratgeber-Artikel im Überblick

Aktuelle Mietpreise in Frankfurt 2026 — alle Stadtteile

14,50 €/m²
Durchschnittliche Nettokaltmiete in Frankfurt 2026

Die Mietpreise in Frankfurt variieren je nach Stadtteil erheblich. Die folgende Tabelle zeigt die Spannen der Nettokaltmiete pro Quadratmeter für die wichtigsten Stadtteile. Beachten Sie: Faktoren wie Baujahr, Ausstattung und Wohnungsgröße beeinflussen den konkreten Mietpreis zusätzlich.

Stadtteil Miete €/m² (von) Miete €/m² (bis) Tendenz
Westend 16,00 22,00 stabil
Nordend 14,50 19,50 ↗ leicht steigend
Sachsenhausen (Nord) 14,00 18,50 stabil
Ostend / Europaviertel 13,50 18,00 ↗ steigend
Bornheim 12,50 16,50 ↗ leicht steigend
Bockenheim 12,00 16,00 stabil
Gallus 11,50 15,50 ↗ steigend
Dornbusch 12,00 16,00 stabil
Eschersheim 11,50 15,00 stabil
Riedberg 13,00 16,50 ↗ leicht steigend
Niederrad 11,00 14,50 stabil
Preungesheim / Eckenheim 10,50 13,50 ↗ leicht steigend
Bergen-Enkheim 10,00 13,50 stabil
Seckbach / Riederwald 10,00 13,00 stabil
Höchst / Nied / Griesheim 9,00 12,50 stabil
Fechenheim 9,00 12,00 stabil

Quellen: Mietspiegel Frankfurt 2024 (Fortschreibung), eigene Marktbeobachtung, Angebotsmieten Q1 2026. Alle Angaben Nettokaltmiete pro m².

Eine ausführliche Übersicht aller Frankfurter Stadtteile finden Sie auf unserer Stadtteil-Seite Frankfurt. Wenn Sie überlegen, ob Kaufen statt Mieten die bessere Option ist, lesen Sie unseren Leitfaden zum Wohnungskauf in Frankfurt.

Wo ist es günstig, wo teuer? Die Stadtteil-Karte

Die 5 teuersten

Westend

Gründerzeit, Bankennähe

16–22 €/m²

Nordend

Szene, Berger Straße

14,50–19,50 €/m²

Sachsenhausen

Mainufer, Museum

14–18,50 €/m²

Ostend

EZB, Neubauten

13,50–18 €/m²

Riedberg

Familien, Uni

13–16,50 €/m²

Die 5 günstigsten

Fechenheim

S-Bahn, Potenzial

9–12 €/m²

Höchst

Altstadt-Charme

9–12,50 €/m²

Nied / Griesheim

Im Wandel

9,50–12,50 €/m²

Preungesheim

Ruhig, U-Bahn

10,50–13,50 €/m²

Bergen-Enkheim

Dörflich, U7

10–13,50 €/m²

Die Mietpreise hängen nicht nur von der Lage ab. Auch Baujahr, Wohnungsgröße, Ausstattung (z. B. Balkon, Einbauküche, Aufzug) und der energetische Zustand des Gebäudes spielen eine entscheidende Rolle. Eine 70er-Jahre-Wohnung im Westend kann günstiger sein als ein Neubau in Bornheim – und umgekehrt.

Mietpreisbremse Frankfurt

Die MietpreisbremseGesetzliche Regelung, die bei Neuvermietung die Miete auf maximal 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete begrenzt (§ 556d BGB). ist eine der wichtigsten gesetzlichen Regelungen für den Frankfurter Mietmarkt. Sie betrifft vor allem Vermieter bei der Neuvermietung und schützt Mieter vor überhöhten Mietforderungen.

Mietpreisbremse – die wichtigsten Regeln

„Die Mietpreisbremse gilt in Frankfurt als angespanntem Wohnungsmarkt. Bei Neuvermietung darf die Miete höchstens 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen." — § 556d Abs. 1 BGB, Hessische Mieterschutzverordnung

Für bestehende Mietverhältnisse gilt zusätzlich die KappungsgrenzeBegrenzt Mieterhöhungen im bestehenden Mietverhältnis auf maximal 15 % innerhalb von drei Jahren in Frankfurt (§ 558 Abs. 3 BGB).. In Frankfurt darf die Miete innerhalb von drei Jahren um maximal 15 Prozent steigen – und auch dann nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete. Die Regelung gilt bis Ende 2028.

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Mieterhöhung prüfen — so nutzen Sie den Mietspiegel

Sie haben ein Mieterhöhungsverlangen erhalten – oder möchten als Vermieter die Miete anpassen? So gehen Sie Schritt für Schritt vor:

  1. Mietspiegel besorgen: Den aktuellen Mietspiegel erhalten Sie kostenlos auf frankfurt.de, beim Amt für Wohnungswesen oder als gedruckte Broschüre (ca. 8 €).
  2. Wohnung einordnen: Bestimmen Sie Baujahr, Wohnfläche, Ausstattung und Lage Ihrer Wohnung im Mietspiegel-Raster.
  3. Vergleichsmiete ablesen: Beispiel: Eine 75-m²-Wohnung, Baujahr 1970, in Bockenheim ergibt eine Vergleichsmiete von ca. 12–14,50 €/m².
  4. Kappungsgrenze prüfen: Die Miete darf in drei Jahren um maximal 15 % steigen – unabhängig davon, wo die Vergleichsmiete liegt.
  5. Formale Anforderungen prüfen: Ist das Mieterhöhungsverlangen korrekt begründet und fristgerecht zugestellt?

Der Mietspiegel bezieht sich immer auf die NettokaltmieteGrundmiete ohne Betriebs- und Heizkosten — die Bezugsgröße im Mietspiegel. – also die reine Grundmiete ohne Betriebs- und Heizkosten.

Checkliste: Mieterhöhung formal korrekt?

Mietspiegel und Immobilienverkauf

Für Eigentümer, die über einen Verkauf nachdenken, liefert der Mietspiegel wertvolle Hinweise. Denn die erzielbare Miete bestimmt maßgeblich den Ertragswert einer Immobilie – und damit den Verkaufspreis für Kapitalanleger.

Rechenbeispiel: Mietrendite berechnen

80 m² in Bornheim, 13,50 €/m² = 1.080 € Monatsmiete = 12.960 € Jahresmiete

Verkaufspreis: 360.000 € → Brutto-Mietrendite: 3,6 %

Viele Eigentümer verschenken Verkehrswert, weil die Miete nicht marktgerecht angepasst ist. Eine Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete kann den Verkaufspreis um 20.000 bis 40.000 Euro steigern – allein durch den höheren Ertragswert. Panthera Immobilien analysiert Ihre Mietstruktur und zeigt, welches Potenzial in Ihrer Immobilie steckt.

Nutzen Sie unsere kostenlose Immobilienbewertung, um den aktuellen Marktwert Ihrer Immobilie zu erfahren – inklusive einer Einschätzung der Mietrendite.

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Wenn Sie über den Verkauf Ihrer Immobilie nachdenken, begleiten wir Sie vom Erstgespräch bis zum Notartermin. Auch die steuerlichen Aspekte wie die Grunderwerbsteuer in Hessen sollten Sie vorab kennen.

Häufige Fragen zum Mietspiegel Frankfurt

Den qualifizierten Mietspiegel erhalten Sie kostenfrei auf der Website der Stadt Frankfurt (frankfurt.de), beim Amt für Wohnungswesen oder beim Frankfurter Mieterverein. Eine gedruckte Broschüre kostet ca. 8 Euro.
Die durchschnittliche Nettokaltmiete in Frankfurt liegt 2026 bei rund 14,50 Euro pro Quadratmeter. Je nach Stadtteil schwankt der Preis zwischen 9 Euro (Fechenheim, Höchst) und über 22 Euro (Westend).
Ja. Frankfurt ist als Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt eingestuft. Bei Neuvermietung darf die Miete maximal 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Die Regelung gilt bis Ende 2028.
Nein. Im bestehenden Mietverhältnis darf die Miete nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete erhöht werden und nur unter Einhaltung der Kappungsgrenze von maximal 15 Prozent in drei Jahren.
Ein qualifizierter Mietspiegel wird nach wissenschaftlichen Methoden erstellt und von der Stadt sowie Interessenverbänden anerkannt. Er hat vor Gericht höhere Beweiskraft. Frankfurt hat einen qualifizierten Mietspiegel.
Das hängt von der Mietrendite, Ihrem Steuersatz und Ihren Plänen ab. In gefragten Stadtteilen liegen die Brutto-Mietrenditen bei 2,5 bis 3,5 Prozent. Eine professionelle Bewertung schafft Klarheit.
Christian Karsunke
Christian Karsunke
Geschäftsführer · Panthera Immobilien
Christian berät Eigentümer und Käufer im Frankfurter Immobilienmarkt. Mit über 150 erfolgreichen Vermittlungen und dem ImmoScout24 Award 2025 steht er für persönliche Beratung und lokale Marktkenntnis.

Alle Angaben ohne Gewähr. Der offizielle Frankfurter Mietspiegel wird von der Stadt Frankfurt am Main herausgegeben. Stand: April 2026.